Modellprojekt „Gelassen – nicht alleine lassen“

Die Gesundheit hat oberste Priorität. Leben in Zeiten des Coronavirus.
Ihre Gesundheit liegt uns sehr am Herzen, das ist der Grund, weshalb wir, in Absprache mit dem Förderer des Projektes, der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, alle geplanten Veranstaltungen und Workshops abgesagt hatten. Gemeinsam haben wir in den letzten Monaten viel erreicht. Wir möchten, natürlich unter Einhaltung der gesundheitlichen Auflagen, zum Abschluss des Projektes Workshops durchführen. Zeitnah werden wir Sie über entsprechende Termine informieren.

Bleiben Sie gesund!

Sie können uns weiterhin gerne jederzeit kontaktieren. Wir sind für Sie da!

Die Stärkung und Unterstützung der pflegenden Angehörigen (und der Pflegebedürftigen) in der häuslichen Pflegesituation

Die häusliche Pflegesituation

Die Pflege eines Angehörigen kommt in immer mehr familialen Strukturen vor. Die Kinder pflegen einen Elternteil- oder der Ehemann pflegt seine Ehefrau. Es gibt viele Möglichkeiten, häusliche Pflege zu leben.

Unser Gesundheitssystem steht in unserer überalternden Gesellschaft jedoch auf immer unsichereren Füßen. Die informelle, also die häusliche Pflege, stellt hohe Anforderungen an unsere pflegenden Angehörigen. Ohne den größten Pflegedienst in Deutschland, den pflegenden Angehörigen, würde das Pflegesystem zusammenbrechen. Sie versorgen rund zwei Drittel der aktuell ca. 2,9 Millionen pflegebedürftigen Menschen. Wohingegen der ambulante Pflegedienst etwa ein Drittel der Pflegebedürftigen versorgt. Es wird zunehmend schwieriger, überhaupt eine Versorgung der Pflegebedürftigen bei den ambulanten Pflegediensten zu bekommen.

Es ist demnach inzwischen ein umfassendes gesellschaftspolitisches Thema: die hohe Überlastung pflegender Angehöriger und der daraus möglichen resultierenden Gewalt in der häuslichen Pflege. Wie kann man Angehörige adäquater unterstützen, gleichzeitig den Pflegebedürftigen helfen und eine zugewandte, gewaltfreie Pflegesituation schaffen? 

Eine Herausforderung, ihre Folgen und mögliche Lösungswege

Unter Gewalt in der Pflege wird alles verstanden, was Menschen Schaden oder Leid zufügt – körperlich, seelisch oder finanziell.

Das Projekt „Gelassen – nicht alleine lassen“ richtet sich an pflegende Angehörige, die einen Menschen mit Demenz im häuslichen Umfeld pflegen. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen herausfordernde Pflegesituationen und den daraus resultierenden Reaktionen wie Anspannungen sowie den physischen und psychischen Belastungen.

Wie gehen die pflegenden Angehörigen mit schwierigen Pflegesituationen um? Welche Unterstützung sollte erfolgen, um die Pflegenden und somit die Gepflegten zu entlasten? Durch ein im Projekt entwickeltes Instrument sollen die pflegenden Angehörigen in die Lage versetzt werden, ihre Anspannung in den für sie schwierigen Pflegesituationen besser einschätzen zu können. Es werden beispielhafte Situationen aus dem Pflegealltag vorgestellt. Eine Reihe von Lösungen, vorgeschlagen durch die Teilnehmer des Projektes, unterstützen die Ratsuchenden in ihrer Lösungsfindung. Durch gesteigerte Lösungskompetenzen und erweiterten Handlungsoptionen werden die Angehörigen in die Lage versetzt, mit Anspannungen besser umzugehen, sie möglichst zu reduzieren und eine ausgeglichenere, entspanntere Pflegesituation mit den Pflegebedürftigen zu leben.

Das Besondere in diesem Projekt ist, dass die Teilnehmer des Projektes allesamt pflegende Angehörigen sind und sich aktiv mit ihren Erfahrungen und Wünschen einbringen können, und dadurch eine hohe Authentizität der Ergebnisse gewährleistet wird. Das übergeordnete Ziel ist es, Entlastung in den Pflegealltag zu bringen und somit gleichbedeutend eine ausgeglichenere Pflegesituation zu ermöglichen.

Der Weg kann das Ziel sein

Das Ergebnis des Projektes „Gelassen-nicht alleine lassen“ ist die Toolbox. Sie soll als Hilfe zur Selbsthilfe für pflegende Angehörige nach Beendigung des Projektes für alle interessierten Nutzer online bereitstehen.

Derzeit befindet sich die Toolbox in der Evaluationsphase, welche auch gleichzeitig die Abschlussphase des Projektes ist. Über dieses Instrument sollen Ratsuchende Hilfe erhalten und Ratgeber eine Plattform, die es ihnen ermöglicht, ihre Erfahrungswerte weitergeben zu können.  Zudem sollen Informationen und Verlinkungen zum Thema Demenz vorliegen. Beginnend mit den ersten Auffälligkeiten der Erkrankung bis hin zur Pflegesituation. Für die pflegenden Angehörigen und die demenziell Betroffenen.

Der Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. hat im Zuge der Hilfe zur Selbsthilfe das Projekt ins Leben gerufen. Unsere Kooperationspartner ist die Bergische Universität Wuppertal. Gefördert wird dieses Modellprojekt von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW.

Ihre Ansprechpartner

Ira-Maria Bredt, Projektleitung
0211-240 869-13
bredt@alzheimer-nrw.de

Monika Tolksdorf-Henkel
0211-240 869-21
tolksdorf-henkel@alzheimer-nrw.de

 

 

Gefördert von der

In Kooperation mit

 


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