Modellprojekt „Gelassen – nicht alleine lassen“

Gesundheit geht vor. Leben in Zeiten des Coronavirus.
Ihre Gesundheit liegt uns sehr am Herzen, weswegen wir in Zeiten des Coronavirus, in Absprache mit dem Förderer des Projektes, der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, alle bevorstehenden Veranstaltungen und geplanten Workshops bis auf Weiteres absagen. Wir warten zunächst die folgenden Wochen und deren Entwicklung ab. Zeitnah werden wir Sie dann informieren, und Sie über den weiteren Verlauf des Projektes unterrichten.

Bleiben Sie gesund!

Sie können uns weiterhin gerne jederzeit kontaktieren. Wir sind für Sie da!

Die Stärkung und Unterstützung der pflegenden Angehörigen (und der Pflegebedürftigen) in der häuslichen Pflegesituation

Die Fakten:

Die Pflege eines Angehörigen kommt in immer mehr familialen Strukturen vor. Die Kinder pflegen einen Elternteil- oder der Ehemann pflegt seine Ehefrau. Es gibt viele Möglichkeiten, häusliche Pflege zu leben.

Unser Gesundheitssystem steht in unserer überalternden Gesellschaft jedoch auf immer unsichereren Füßen. Die informelle, also die häusliche Pflege, stellt hohe Anforderungen an unsere pflegenden Angehörigen. Ohne den größten Pflegedienst in Deutschland, den pflegenden Angehörigen, würde das Pflegesystem zusammenbrechen. Sie versorgen rund zwei Drittel der aktuell ca. 2,9 Millionen pflegebedürftigen Menschen. Wohingegen der ambulante Pflegedienst etwa ein Drittel der Pflegebedürftigen versorgt. Es ist zunehmend schwieriger, überhaupt eine Versorgung der Pflegebedürftigen bei den ambulanten Pflegediensten zu bekommen.

Es ist demnach inzwischen ein umfassendes gesellschaftspolitisches Thema: die Überlastung pflegender Angehöriger und der daraus möglichen resultierenden Gewalt in der häuslichen Pflege. Wie kann man Angehörige adäquater unterstützen, gleichzeitig den Pflegebedürftigen helfen und eine zugewandte, gewaltfreie Pflegesituation schaffen? 

Eine Herausforderung, ihre Folgen und mögliche Lösungswege:

Unter Gewalt in der Pflege wird alles verstanden, was Menschen Schaden oder Leid zufügt – körperlich, seelisch oder finanziell.

Das Projekt „Gelassen – nicht alleine lassen“ richtet sich an pflegende Angehörige, die einen Menschen mit Demenz im häuslichen Umfeld pflegen. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen herausfordernde Pflegesituationen und den daraus resultierenden Anspannungen sowie den physischen und psychischen Belastungen.

Wie gehen die pflegenden Angehörigen mit schwierigen Pflegesituationen um? Welche Unterstützung sollte erfolgen, um die Pflegenden und somit die Gepflegten zu entlasten? Durch ein im Projekt entwickeltes Instrument sollen die pflegenden Angehörigen in die Lage versetzt werden, ihre Anspannung in den für sie schwierigen Pflegesituationen besser einschätzen zu können. Durch gesteigerte Lösungskompetenzen und erweiterten Handlungsoptionen werden die Angehörigen in die Lage versetzt, mit Anspannungen umzugehen, sie möglichst zu reduzieren und eine ausgeglichenere, entspanntere Pflegesituation mit den Pflegebedürftigen zu leben.

Das Besondere in diesem Projekt ist, dass die pflegenden Angehörigen sich aktiv mit ihren Erfahrungen und Wünschen einbringen können, und dadurch eine hohe Authentizität der Ergebnisse gewährleistet wird. Das übergeordnete Ziel ist es, Entlastung für die pflegenden Angehörigen zu erzielen und somit gleichbedeutend eine entspanntere Pflegesituation für die demenziell Erkrankten zu ermöglichen.

Der Weg kann das Ziel sein:

Das Ergebnis des Projektes „Gelassen-nicht alleine lassen“ ist die Toolbox. Sie soll als Hilfe zur Selbsthilfe für pflegende Angehörige nach Beendigung des Projektes für alle interessierten Nutzer online bereitstehen.

Derzeit befindet sich die Toolbox in der Evaluationsphase, welche auch gleichzeitig die Abschlussphase des Projektes ist. Mit diesem Instrument sollen pflegende Angehörige ihre Anspannung in den jeweiligen Pflegesituationen erfassen können, mögliche Handlungsoptionen bekommen sowie eigene Lösungsvorschläge machen können. Zudem sollen Informationen zum Thema Demenz vorliegen. Beginnend mit den ersten Auffälligkeiten der Erkrankung bis hin zur Pflegesituation.

Der Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. hat im Zuge der Hilfe zur Selbsthilfe das Projekt ins Leben gerufen. Unsere Kooperationspartner ist die Bergischen Universität Wuppertal. Gefördert wird dieses Modellprojekt von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW.

Ihre Ansprechpartner

Ira-Maria Bredt, Projektleitung
0211-240 869-13
bredt@alzheimer-nrw.de/

Jeanette Fuhrmann
0211-240 869-14
fuhrmann@alzheimer-nrw.de/

Monika Tolksdorf-Henkel
0211-240 869-21
tolksdorf-henkel@alzheimer-nrw.de/

 

 

Gefördert von der

In Kooperation mit

 


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